Archiv für den Monat: November 2015

Das Ypsilon steht Kopf – und mit ihm die Welt…

Reihenweise lese ich zur Zeit Beiträge auf Facebook im Zusammenhang mit den Anschlägen von Paris, die davor warnen, das auf dem Kopf stehende Ypsilon als Friedenszeichen zu benutzen, da dies schädlich, die Lebensenergie stauend wirken soll. Es sei die Todesrune, die für Hass, Krieg, Verderb und letztendlich Tod steht. Dazu muss ich als Heilzeichen-Anwenderin jetzt dringend meinen Senf dazu geben…

 

Buchstabe Y Sommerwiese

 

Das Ypsilon in der Neuen Homöopathie als Heilzeichen genutzt

In der neuen Homöopathie ist das Ypsilon eines der meist genutzten Zeichen neben dem Sinus. In der Ausbildung lernen wir, dass das Ypsilon Negatives umgekehrt und Positives noch verstärkt. Zunächst ist hier keine Rede davon, wie herum das Ypsilon zu verwenden ist, nach oben geöffnet oder nach unten. Dies spielt allerdings eine Rolle, wenn ich das Ypsilon auf dem Körper anbringe. Hier testen wir mit der Einhandrute aus, in welche Richtung das Ypsilon schauen soll, nach oben oder nach unten. Und tatsächlich kommt es sehr oft vor, dass das Ypsilon auf dem Körper angebracht nach unten geöffnet ist, also auf dem Kopf steht. Und jetzt kommt der Clou: es ist noch niemand tot umgefallen, hat Aggressions- oder Hassanfälle bekommen etc.! Denn so wird das umgedrehte Ypsilon gehandelt – als Todesrune, die für Hass, für Krieg, für Verderben steht… Und solche Beiträge kommen meist aus der spirituellen Szene selbst und da muss ich mich doch sehr wundern.

Aber warum ist das so? Ganz einfach: Jedes Symbol ist grundsätzlich neutral. Es wird jedoch zu dem, was ich daraus mache. Jedem, der Energiearbeit praktiziert oder sich damit beschäftigt, sollte langsam dämmern, worauf ich hinaus will, nämlich dem von (wenn ich mich recht entsinne) Werner Heisenberg geprägten Satz: „Energie folgt der Aufmerksamkeit“. Und das gilt eben auch für Symbole oder Heilzeichen.

Ein Symbol wirkt als Antenne und bindet freie Energie. Nicht mehr und nicht weniger. Schauen wir uns doch das Ypsilon noch etwas genauer an:

 

Das Ypsiolon in der Natur

In der Natur kommt das Ypsilon sehr häufig vor. Man sieht es oft an Bäumen, deren Astgabelungen eine solche Form annehmen. Dies ist ein Zeichen dafür, dass der Baum auf einer geopathischen Störzone steht. Er schützt sich mit seiner eigenen Form quasi vor den für sein System schädlichen Strahlungen. Gut, nun wirst du einwenden dass in diesem Fall das Ypsilon ja auch nach oben geöffnet ist. Soweit gebe ich dir natürlich Recht. Nachdem der Baum aber grundsätzlich nach oben hin wächst, also Richtung Licht, stellt er sich vermutlich selbst nicht die Frage, ob er vielleicht auch mit der Ypsilon-Öffnung nach unten wachsen könnte…

Auch die Antikörper im eigenen Körper haben Ypsilonform. Sie bewegen sich frei durch unseren Körper, ja tanzen sogar durch ihn durch, um Bakterien oder Viren unschädlich zu machen, indem sie dort andocken. Ein Antikörperchen steht nicht aufrecht stillgestanden, links rechts, vorwärts Marsch. Sondern es bewegt sich so durch den Körper, wie es gebraucht wird. Und dabei steht es tatsächlich auch mal Kopf. Ich denke zwar, es entbehrt jeglichem wissenschaftlichen Nachweis, dass noch kein an einer bakteriellen oder viralen Infektion verstorbener Mensch deshalb verstorben ist, weil die Antikörper in seinem Körper die falsche Position hatten und auf dem Kopf gestanden sind.

 

Das Ypsilon als Yoga-Asana

Auch wird das Ypsilon im Yoga verwendet. Der Yogi steht mit geschlossenen Beinen und nach oben hin geöffneten Armen und Händen und tankt neue Energie. Er richtet sich zum Himmel hin aus und füllt seine Kraftreserven.

Wenn ich mich aber mit dem Himmel verbinden kann, so kann ich mich auch mit der Erde verbinden. Im Yoga wäre das umgedrehte Ypsilon dann als Handstand zu praktizieren. Jeder Yogi weiß, dass Umkehrübungen, zu denen auch der Handstand gehört, die Welt umdrehen. In einem Beitrag habe ich mal gelesen, dass Umkehrübungen im Yoga vom Verstand ablenken. Herzensangelegenheiten und Bauchgefühl würden auf diese Weise nicht mehr vom Verstand beherrscht.

 

Das umgekehrte Ypsilon als Todesrune und der Tod im Tarot

Wer sich mit Tarot beschäftigt, weiß dass der Tod nicht automatisch mit Tod zu tun hat, dass in der Regel niemand sterben muss, wenn die Todeskarte kommt, sondern dass diese Karte für die Transformation steht, für die Beendigung einer Situation oder eines Zustandes. Der Tod steht für den Anbruch von etwas Neuem. Ich sterbe und im Tod transformiere ich mich zu etwas Neuem. Da fällt mir gerade in diesem Zusammenhang der Spruch ein „Genau in dem Moment, als die Raupe dachte, die Welt geht unter, wurde sie zum Schmetterling.“

Was ich damit sagen will: auch der Tod ist nicht das, was wir daraus machen. Der Tod als solches ist auch neutral, wie alles andere im Leben auch. Nur in unserer dualen Welt brauchen wir immer die zwei Seiten der Medaille.

Und hier sind wir auch an dem Punkt angelangt, der die ganze Diskussion erst ausgelöst hat, nämlich der Religion und dem, was uns durch die Religionen an Glaubenssätzen „eingepflanzt“ wird. Gerade im christlichen Glauben ist der Tod das Ende. Danach kommt nichts mehr. In meinem Umfeld gibt es viele Menschen, die tatsächlich so glauben. Nicht nur einmal habe ich gehört, wenn jemand verstorben ist: Der Glückliche, der hat es geschafft.

Sind solche Gedanken nicht erschreckend? Wie viel Hoffnungslosigkeit steckt in solchen Sätzen!?

 

Noch ein Gedanke zum Peace-Zeichen

Das Peace-Zeichen, um welches es im Zusammenhang mit Paris ebenfalls geht, drückt ebenfalls eine zweiseitige Medaille aus, nämlich Krieg und Frieden, Widerstand und Nachgiebigkeit, Angriff und Verteidigung. Ohne das eine gäbe es das andere nicht. Und auch hier komme ich wieder zu dem Schluss, dass auch das Peace-Zeichen als solches neutral ist. Natürlich besteht es unter anderem aus der Todesrune „Elhaz“. Hierzu verweise ich auf die obigen Ausführungen zum Tarot, denn hier gelten die gleichen Grundsätze.

 

Fazit: 

Nun zurück zum Ypsilon.

Jedes Symbol ist grundsätzlich neutral. Das Ypsilon – wie auch jedes andere Zeichen – kann sowohl in die eine Richtung als auch in die andere Richtung eingesetzt werden. Es hängt ganz davon ab, was ich daraus mache.

Also lenken wir unseren Fokus auf das, was das Ypsilon meint, nämlich „negative“ Informationen umzukehren und positive zu verstärken. Auch in diesem Zusammenhang ist das „negativ“ nicht als „negativ“ gemeint, sondern ist hier einfach als Synonym für „anders schwingend und deshalb nicht im Einklang mit mir“ gedacht.

#Ypsilon #Y #Ypsilonstehtkopf