Archiv für den Monat: Dezember 2015

Ein frohes, glückliches und gesundes neues Jahr!

Frohe Weihnachten und Guten Rutsch! :-)

Liebe Freunde, Klienten, Kunden, Kollegen, Geschäftspartner, Facebook-Freunde und -Fans, auch für mich ist es an der Zeit das Jahr 2015 langsam ausklingen und Revue passieren zu lassen.

Ich möchte mich bei euch allen für eure Treue, euer Vertrauen, eure Unterstützung, eure Kommentare und Likes bedanken! Ohne euch – und zwar jeden einzelnen – wäre auch ich nicht die, die ich bin.

Ganz besonders möchte ich mich aber auch bei meinen Kritikern und „Arschengeln“ bedanken, die mich vor allem das letzte viertel Jahr aufgefordert haben, nochmal ganz genau hinzuschauen. Zu schauen, wo ich in mir selbst noch nicht rund und mit mir selbst noch nicht im Reinen bin.

Und gerade deshalb passt gerade jetzt – zumindest für mich persönlich – mein Lieblingsgedicht von Paulo Coelho so perfekt, mit dem ich mich für dieses Jahr in die Feiertage verabschiede:

Ich danke allen, die meine Träume belächelt haben.
Sie haben meine Phantasie beflügelt.

Ich danke allen, die mich in ihr Schema pressen wollten.
Sie haben mich den Wert der Freiheit gelehrt.

Ich danke allen, die mich belogen haben.
Sie haben mir die Kraft der Wahrheit gezeigt.

Ich danke allen, die an mich geglaubt haben.
Sie haben mir zugemutet Berge zu versetzen.

Ich danke allen, die mich abgeschrieben haben.
Sie haben meinen Trotz geschürt.

Ich danke allen, die mich verlassen haben.
Sie haben mir Raum gegeben für Neues.

Ich danke allen, die mich verraten und missbraucht haben.
Sie haben mich erwachsen werden lassen.

Ich danke allen, die mich verletzt haben.
Sie haben mich gelehrt, im Schmerz zu wachsen.

Ich danke allen, die meinen Frieden gestört haben.
Sie haben mich stark gemacht dafür einzutreten.

Ich danke allen, die mich verwirrt haben.
Sie haben mir meinen Standpunkt klar gemacht.

Vor allem aber danke ich all denen, die mich so lieben wie ich bin.
Sie geben mir die Kraft zum Leben.

(Paulo Coelho)

In diesem Sinne wünsche ich euch ein gesundes, erfolgreiches und harmonisches Jahr 2016!

Herzlichst,
eure Katharina

Wertschätzung und Heilung mit und über Facebook – geht das?

Ich hab da mal ne Frage…

So ging am 19.11.2015 meine Umfrage auf meiner Seelen-Raum-Facebook-Seite los. Denn ich war, wie so viele andere Seitenbetreiber auf Facebook, tierisch frustriert. Der Grund war, dass auf der Seite einfach nichts passiert. Es wird kaum geliked, kommentiert oder etwas weiter geteilt. Ich spreche jetzt hier allerdings von meinen eigens erstellten Beiträgen und nicht von denjenigen, die ich selbst „nur“ weitergeteilt habe.

Ich betreibe noch eine zweite Seite auf Facebook, die ist das krasse Gegenteil. Diese Seite lebt quasi von allein und wächst und wächst (nur für diejenigen, die sich jetzt gleich Gedanken über meine eigenen Verleugnungsprogramme und ungelöste Schattenthemen machen…).

Da ich natürlich auch bei mir selbst ein gewisses Facebook-Verhalten erkenne, war es für mich einfach an der Zeit, mich auch selbst zu reflektieren und auch mal meine Seitenbesucher zu interviewen.

Die Frage ging dann also so weiter:

Ihr Lieben, mich würde mal interessieren, was euch dazu veranlasst, einen Beitrag auf Facebook zu liken, zu kommentieren oder gar zu teilen.

Welche Gefühle habt ihr da? Welche Werte in euch lösen das aus?

Die Frage bezieht sich jetzt allgemein auf Facebook und nicht nur auf meine Seite. Ich möchte das auch nicht dazu nutzen, meine Seite noch attraktiver für euch zu machen. Mir gehen nur selbst manche Gedanken durch den Kopf und mir geht es einfach drum, sich selbst zu reflektieren.

Bitte kommentiert fleißig, damit wir alle uns gegenseitig noch mehr Input geben. Ich werde dann auch selbst dazu noch was schreiben.

Danke, ihr Lieben!

Von ganzen 3 Personen (von 1366 Seiten-Verfolgern) bekam ich dann Antworten auf meine Frage, soviel nur am Rande…

Nun werden wir mal konkret, warum ich so gefrustet war und teilweise auch noch bin:

Meine Seite haben aktuell 1.366 Menschen geliked – ein Großteil über Werbekampagnen, da bin ich ganz ehrlich. Bei jedem neuen Like fällt hinten in der Liste wieder einer runter… Das heißt zu gut deutsch: ein neuer Like aber die Zahlen ändern sich nicht.

Wenn ich einen eigenen Post online gestellt habe, bleiben die Likezahlen unter 10, Kommentare gleich 0 und aktuell gibt es nur eine einzige fleißige „Likerin und Teilerin“, die meine täglichen Bildchen weiterteilt.

Und ums jetzt noch konkreter zu machen: meinen letzten Beitrag über das „Ypsilon“ haben – nachdem ich Geld investiert und ihn beworben habe – insgesamt 3.289 Menschen gesehen. Von diesen 3.289 Menschen haben 11 den Beitrag geteilt, 15 geliked und ganze 2 kommentiert, wovon beide Kommentare Kritik (und zwar nicht unbedingt konstruktive Kritik) an meiner Ansicht zum Thema waren.

Da stelle ich mir die Frage, wenn ich diese Zahlen und die Reaktionen sehe, ob ich auf dem Holzweg mit meiner Arbeit bin und ich die Seite überhaupt weiter betreiben soll…

Genau das macht es für mich so schwierig, diese Seite zu unterhalten. Täglich komme ich an meine Grenzen. Jeder Artikel oder Blogbeitrag, den ich schreibe, ist ein persönlicher Prozess für mich. Und ich weiß, dass es jedem, der eine kleine Seite wie die meine betreibt, mit der er etwas bewirken will, das gleiche durchmacht wie ich, und zwar nicht nur, was den Prozess betrifft, sondern auch die Likes etc. Für jeden neuen Besucher auf meiner Seite mache ich innere Luftsprünge!

Bevor ich etwas online stelle hadere ich mit mir selbst, weil ich ein sehr offener Mensch bin und wenn es sein muss alles von mir preisgebe. Denn mir ist durchaus bewusst, dass ich mich durch dieses mich öffnen angreifbar mache, mich selbst noch verletzlicher mache. Aber ich möchte authentisch sein und das geht meines Erachtens anders nicht.

Dann ist mein Beitrag online und was passiert: NICHTS! Mit „nichts“ meine ich nicht, dass die Welt nicht untergeht, weil ich wieder ein Stück von mir offen gelegt habe oder Themen anspreche, die mir am Herzen liegen. Ich meine damit, dass auf meiner Seite nichts passiert. So gut wie keine Reaktionen… Kaum Likes, kaum wird etwas von mir weitergeteilt und es kommen auch kaum Kommentare. Aber das ist es, wovon Facebook lebt, wovon meine Seite lebt, wovon ein Stück weit auch ich lebe… Und dieses NICHTS ist noch viel schlimmer auszuhalten als Kritik oder Angriffe.

Dieses NICHTS macht somit wiederum ganz gewaltig was mit mir. Denn ich komme dann wieder an meine Minderwertigkeitskomplexe. Ja, richtig gelesen, auch ich habe Komplexe. Auch ich fühl mich immer wieder nicht gut genug. Auch ich bin immer wieder das verletzte kleine Kind. Ja, auch ich. Auch ich hab meine Schatten, die ich mir jeden Tag anschauen darf. Mit solchen Nicht-Reaktionen kommen diese Monster unterm Bett hervor gekrochen und versuchen, mich erst mal in die Knie zu zwingen. Und dann schaue ich hin…

Für diese Spiegelungen bin ich sehr dankbar. Denn nur wenn ich es annehme, kann ich sie in mir heilen. Und auch für die zum teil bösen Kritiken bin ich dankbar. Denn diese Kritiken zeigen mir die tiefsten Wunden, die ich mit mir noch rumtrage, zumindest, solange diese Kritiken mir noch was anhaben können.

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Mit den Antworten der drei lieben Damen auf meine Frage, wann sie liken und kommentieren haben sie mir tatsächlich durch diesen Prozess durch geholfen. Und ich habe mich in den Antworten durchwegs wiedererkannt. Denn früher, bevor ich aktiv mit meiner Seite unterwegs war, habe auch ich nur etwas geliked, wenn mir der Inhalt zugesagt hat. Auch ich habe geteilt, wenn ich mir erhofft habe, dass sich jemand über den Inhalt des Geteilten freut und vielleicht mir gegenüber seine Freude zum Ausdruck bringt. Auch ich habe Beiträge NICHT geteilt aus Angst, wie ich denn vor meinen Facebook-Freunden dastehen könnte. Aber ich habe mir nie Gedanken über den Verfasser des Beitrags oder der Grafik etc. oder den Seitenbetreiber gemacht.

Heute denke ich da anders. Ich weiß jetzt, wie viel von meiner Freizeit es kostet, meine Seite zu füttern, Beiträge zu lesen und abzuwägen, ob der Inhalt mich als Person und als Gesundheitspraktikerin repräsentiert, denn schließlich ist die Seelen-Raum-Seite ja eng mit meiner heilerischen Tätigkeit verbunden. Ich weiß jetzt, wie viel Zeit es kostet meine täglichen Grafiken mit Zitaten zu erstellen und sie online zu stellen. Ich weiß welche Emotionen und Prozesse ich durchmache, bis ein Blogbeitrag fertig und online ist.

Für mich ist inzwischen jedes Like, jeder Kommentar von mir und jeder weitergeteilte Beitrag ein Stück Wertschätzung an den Autor. Wenn ich nichts zu sagen habe, weil schon alles gesagt ist, dann hinterlasse ich oft nur einen Smiley, einen Sticker oder ein Herzerl. Das ist mir inzwischen sehr wichtig. Natürlich kann ich dies bei der Fülle an Informationsflut nicht bei jedem einzelnen Beitrag machen. Aber ich gehe bewusster, insbesondere mit den „kleinen Seiten“ und deren Betreibern um und hege und pflege ihre „Herrchen“ mit meinen Interaktionen ein Stück weit mit. Keiner dieser Menschen ist ein Übermensch. Alle sind Frauen und Männer wie du und ich. Alle haben eine Vision und arbeiten hart daran, diese Vision Wahrheit werden zu lassen. Und alle haben Ängste und Prozesse, genau wie du und ich. Aber ich kann mit einem einzigen Like deren ganzen Tag wenn nicht gar ihr ganzes Leben ein Stück weit mit verändern. Ist das nicht gigantisch??? 

Ich mach mir inzwischen nicht mehr so viele Gedanken über diejenigen, die den Beitrag lesen könnten, sondern ich danke dem Autor, dass er seine Gedanken, seine Emotionen, seine Zeit investiert um zu schreiben und kreativ zu sein. Dies mache ich mit nur einem klick auf „like“. Denn ohne diese Arbeit der Autoren gäbe es Facebook in der von mir genutzten Form nicht. Ohne diese Arbeit würde Social Media nicht funktionieren. Ohne diese Arbeit würde die ganze Fülle an Informationen und Weltanschauungen, die uns heutzutage zur Verfügung stehen, nicht existieren.

Vielleicht kann ich dich, liebe Leserin – lieber Leser, dazu bewegen, dir Gedanken zu machen. Gedanken über den Autor. Gedanken über seine Hintergründe. Gedanken, wie es ihm ging, als er schrieb was er schrieb. Und vielleicht kann ich dich auch dazu bewegen, dem Autor öfter mal ein Like zu hinterlassen, einen Kommentar (und wenn es nur ein Sticker ist) oder auch einen Beitrag weiter zu teilen. Es tut nicht weh und bewirkt soooo viel.

Ich weiß von mir selber, nicht zuletzt, weil ich vorige Woche in umgekehrter Weise mit diesem Thema konfrontiert worden bin, dass einem das alles erst mal gar nicht bewusst ist. Dass mein Gegenüber eine gewisse Erwartungshaltung hat, was eine Reaktion oder Kommentierung in irgend einer Weise zu seiner Arbeit betrifft. Und diese Reaktion von mir einfach nicht kommt, weil ich das alles gar nicht auf dem Schirm habe.

Und ich freue mich auch jetzt auf Kommentierungen und Kritiken! Immer her damit! 🙂

Mit herzlichen Grüßen aus meinem Seelen-Raum

Katharina

 

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