Archiv für den Monat: November 2016

Geht nicht

Wir haben uns nun mit unserem Ziel beschäftigt, und jetzt kommen die großen „Geht nicht“s zum Vorschein:

– geht nicht, weil kein Geld
– geht nicht, weil die Kinder noch zu klein sind
– geht nicht, weil ich dann auffalle und verurteilt werde
– geht nicht, weil ich keine Zeit dafür habe
– geht nicht, weil ich gesundheitlich eingeschränkt bin
etc.

Die Liste der „Geht nicht“s ist oft meilenlang.

Ist dein Ziel dein Herzensanliegen?

Der nächste Schritt ist nun zu überprüfen, ob dein Ziel wirklich dein Herzensanliegen ist. Denn wenn ja, gibt es für jedes „Geht nicht“ eine einfache Lösung.

Letzten Endes steht dahinter nämlich nur die Angst, loszugehen, etwas zu verändern. Es erfordert Mut, sich seine Träume zu verwirklichen.

Schau nicht auf die „Geht nicht“s, sondern nimm sie als Wegweiser, wo du kreativ etwas ändern kannst, um deine Träume umzusetzen.

Ein Beispiel aus meinem Leben

Ein Beispiel aus meinem Leben: Ich wollte unbedingt die Heilpraktikerschule besuchen, die Schule war schon ausgesucht aber die Finanzen… Wir hatten damals gerade angefangen, unser Haus zu bauen. Ich war aber so von dem Traum fasziniert, dass mir irgendwann mein „kleiner“ Bausparvertrag eingefallen ist, auf dem „nur“ ein paar tausend Euro rum lagen – zum Bauen zu wenig. Ich war zwar überzeugt davon, dass ich den Vertrag nicht einfach auflösen kann. Aber ein Anruf bei der Bank hatte genügt und die Dinge nahmen ihren Lauf.

Veränderung braucht Mut

Wenn also diese tausend „Geht nicht“s zum Vorschein kommen, dann überprüfe dich selber, nimm deinen ganzen Mut zusammen und ändere etwas. Es geht meist ganz leicht.

Und wenn du Hilfe brauchst – genau dafür bin ich da!

Deine Katharina

Bildquelle: gefunden auf Facebook, näheres unbekannt

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Auf dem Weg zum Herzensanliegen

Gestern habe ich dich nach deinem Herzensanliegen gefragt und nun geht es Schritt für Schritt auf den Weg dorthin.

Dein persönliches Ziel

Als nächstes solltest du dir ein Ziel setzen. Es geht gar nicht so sehr darum, dieses Ziel zu erreichen. Aber wenn du eine Reise buchst im Reisebüro, dann hast du auch eine Idee, wo es hin gehen soll und die Dame im Reisebüro hilft dir zu organisieren, wie du dort hin kommst und wie es dort angekommen dann weiter geht.

Was ist dein Ziel, wo willst du mit deiner Herzensangelegenheit ankommen.

Das Leben ist ein Weg und kein Ziel

Wie ich schon gesagt habe, geht es gar nicht so sehr darum, am Ziel anzukommen. Unser Leben ist ein Weg und kein Ziel.

Ich habe vor meinem inneren Auge immer das Bild einer Fußgängerzone. Da gibt es viele Läden rechts und links. In manchen Läden bummel ich nur durchs Angebot, in manchen Läden kaufe ich auch was. Vielleicht ist jemand mit mir zum Shoppen los gefahren. In manche Läden geht derjenige mit rein. Manchmal geht meine Begleitung zwischenzeitlich in einen anderen Laden und manchmal wartet sie draußen auf einer Bank, bis ich im Laden fertig bin.

Das Bild der Fußgängerzone lässt sich perfekt auf unseren Lebensweg übertragen. Hin und wieder machen wir uns alleine auf. Ab und zu holen wir uns Hilfe oder lassen uns schulen oder coachen. Und Hin und wieder gehen unsere Liebsten den Weg mit, manchmal sitzen sie aber auch nur auf der Bank und warten auf uns.

Wo geht also deine Lebensreise zum Herzensanliegen hin? Welche Läden auf deiner Lebensfußgängerzone möchtest du besuchen? Wer kommt mit zu deiner Shoppingtour auf dem Weg zu dir selbst?

Mit diesen vielen Fragen schicke ich dich in einen wunderschönen vorweihnachtlichen Dienstag!

Deine Katharina

Bildquelle: gefunden auf Facebook, weiteres unbekannt

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Herzensanliegen

Herzensanliegen

Hast du dir schon mal folgende Fragen gestellt:

Wenn du alle Möglichkeiten der Welt hättest, was wäre dann dein Herzensanliegen? Was würdest du gerne tun oder machen?

Wenn du dein Herzensanliegen schon weißt, gibt es vielleicht eine Möglichkeit, dieses auch jetzt schon umzusetzen?

Was ist dein Herzensanliegen? Teile es gerne mit mir.

Ich bin dir auch gerne bei der Suche behilflich. Melde dich einfach.

Selbstbestimmt frei – werde der du bist

Bildquelle: Facebook

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Ich bin die Lösung für mein problem

Selbstbestimmt frei – werde der du bist

problemMein Herzensanliegen ist es, meine Klienten zu Freiheit und Autonomie zu begleiten. Jetzt kommt bei dir bestimmt der Einwand hoch: Schön und gut, aber es gibt Dinge, die kann man nicht ändern! Klar gibt’s die, z.B. den Tod eines geliebten Menschen oder ein traumatisches Erlebnis.

Ich kann immer meine Einstellung ändern

Was ich aber immer ändern kann ist meine Einstellung dazu. Ob ich in Trauer zerfließe, mich selbst zum Opfer des Lebens mache und nur schwer wieder ins Leben zurück finde, oder ob ich trotz der Trauer das Beste aus MEINEM Leben mache, das hängt ganz alleine von mir ab. Unsere Grenzen setzen wir uns selber.

In diesem Zusammenhang kam mir ein Foto in den Sinn, das ich auf Facebook mal gesehen habe. Darauf war ein Esel abgebildet, der angebunden war an einen Plastik-Gartenstuhl. Dieses Bild beschreibt das, was ich sagen will, ganz genau. Der Esel braucht nur los zu laufen, der Stuhl wird ihn nicht aufhalten. Dafür ist er nicht schwer genug, der Stuhl. Aber so lange der Esel denkt, der Stuhl ist stärker als er, wird er sich keinen Millimeter bewegen.
Es reicht meistens aus, den Blickwinkel zu ändern.

Wenn-dann-Gedanken

Wir bleiben oft in Situationen stecken und machen uns unendliche Gedanken darüber, was wäre, wenn sich nur das oder das verändern würde. Z.B. „Wenn ich mehr Geld hätte, dann könnte ich meinen Kindern das und das bieten“. Oder „Wenn ich mehr Zeit hätte, dann würde ich einen Sprachkurs besuchen oder ein Instrument lernen.“ Die Varianten sind so endlos…

Solange ich in diesen wenn-dann-Gedanken feststecke, bin ich der Esel, der an den Stuhl gebunden ist und sich nicht bewegt. Da kann ich lange warten, dass das Geld oder die Zeit von alleine zu mir kommen. Ich würde es auch gar nicht bemerken, weil ich mit denken beschäftigt bin.

Raus aus der Wenn-dann-Falle

Der logische Schritt, um hier heraus zu kommen, wäre nun ein neuer Gedanke (bleiben wir mal beim Thema Zeit und Sprache lernen): „Angenommen, du hättest genug Zeit, was hält dich davon ab, es einfach zu tun und die Sprache zu lernen?“

Oh – jetzt wird’s unbequem, denn jetzt kommen die eigentlichen Ketten zum Vorschein, die uns binden, und die sind alle hausgemacht: die Angst, die Sprache nicht so schnell zu lernen, als die Mitschüler. Die Angst, dass man doch keinen Spaß daran hat. Die Angst, dass die Zeit gleich wieder zu knapp wird, weil man ja Vokabeln und Grammatik lernen muss. Die Angst, etwas verpassen zu können, weil man zu sehr mit Lernen beschäftigt ist… Die „Ausreden“ sind unendlich.

Ich kenne diese Situation aus meinem Leben nur gut genug. Man hält es in einer Situation nicht mehr aus, geht förmlich ein, aber man unternimmt auch nichts. Die Angst lähmt uns. Was mir in solchen Situationen hilft, ist tief durchzuatmen, mich zu sammeln, und dann stelle ich mir eine konkrete Frage: Was könnte mir im aller schlimmsten Fall passieren, wenn ich das jetzt einfach mache (oder aus der lähmenden Situation rausgehe)?

Das Worst-Case-Szenario

Ich stelle mir quasi das Worst-Case-Szenario vor. Das hat bei mir eine absolut magische Wirkung, denn es bewirkt genau das Gegenteil von dem, was man so im ersten Impuls erwartet. Ich habe bislang noch immer festgestellt, dass der Worst Case nichts ist, was mir den Boden unter den Füßen wegzieht oder was man nicht wieder hinbügeln könnte.

Ganz im Gegenteil: Sobald mir das klar ist, merke ich, wie kraftvoll es ist und welche Macht (im positiven Sinn) mir dies gibt. In diesem Moment ändert sich nicht nur mein Blickwinkel total, sondern mein ganzes Sein. Plötzlich habe ich die Kraft loszugehen und bemerke, dass der Gartenstuhl kein Hindernis ist, um an mein Ziel zu kommen und ein Leben in Freiheit zu führen. Also genau das, was mein Slogan aussagen soll: Selbstbestimmt frei (also ich befreie mich selbst) – werde der du bist (durch die Selbstbefreiung werde ich immer mehr ich selbst und bin kein Opfer der Umstände mehr).

Hast du schon ähnliche Erfahrungen gemacht? Dann teile sie doch gerne mit mir/uns.

Katharina

Selbstbestimmt frei – werde der du bist

Bildquelle: gefunden auf Facebook, Urheber unbekannt

Onlinekurs Neue Homöopathie

Selbstbestimmt frei – werde der du bist

Gleich starten wir wieder mit dem Onlinekurs in Neuer Homöopathie (PraNeoHom). Die Neue Homöopathie ist für mich eine der wichtigsten Selbstbestimmt frei-Module.

Meine fleißigen Kursteilnehmerinnen sind schon in der zweiten Hälfte vom Basis II-Kurs angekommen. Sie testen und malen voller Begeisterung die Heilzeichen nach Erich Körbler, als hätten sie nie etwas anderes gemacht.

Der Onlinekurs findet ausnahmsweise im geschlossenen Online-Rahmen statt. Wir lernen heute die Praxis der Energiebalance. Die Theorie haben die Teilnehmerinnen mit rauchenden Köpfen aber voller Begeisterung bereits hinter sich gebracht. Der Einstieg in die TCM (traditionelle chinesische Medizin) war für manch eine doch eine kleine Herausforderung aber alle haben am Ende die Zusammenhänge der fünf Elemente wunderbar verinnerlicht.

Auf der Suche nach den 18 Akupunkturpunkten, die bei der Energiebalance bemalt werden, sind einige schmerzhafte Energieengpässe zum Vorschein gekommen. Ich bin schon gespannt, ob heute die gleichen Punkte weh tun, oder ob sich bereits etwas verändert hat.

Ich freu mich wie Bolle auf eine Damen!

Bildquelle: Katharina Kornprobst

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Selbstbestimmt schmerzfrei

Seit gestern hatte ich schlimme Schmerzen im Hüft- und Kreuzbeinbereich. Inzwischen kenne ich diese Art von Schmerzen schon, es ist der Schmerz der Wandlung, der Veränderung, der Transformation.

Also habe ich mich auf die Suche gemacht, was mir denn diese Schmerzen verursacht. Der Schmerz war überwiegend linksseitig, was unter anderem für Vergangenheit steht. Mithilfe meiner Einhandrute kam ich auch sofort darauf, es sich um ein psychisches Thema handelt. Und sofort war mir auch klar, worum es ging. Etwas aus der Vergangenheit stand mir im Weg, so dass ich die nächsten Schritte auf meinem Weg nicht gehen konnte.

Eine Aufstellung brachte die Lösung. Ich hab das Thema und die Blockade vor meinem inneren Auge aufgestellt, habe beides angenommen, geehrt, hab mit ihnen gesprochen und schließlich beides losgelassen. Das Anfangsbild hat sich total verändert, die Blockade ist zur Seite getreten und hat den Weg frei gemacht. Und meine Schmerzen? Die sind weg!

So schnell und einfach kann es gehen, wenn man sich darauf einlässt.

Deshalb ist mein großes Herzensanliegen, dass auch du immer mehr in deine Eigenverantwortung gehst, die Dinge anschaust, annimmst und loslässt oder veränderst, damit du immer mehr zu dem wirst, was du tief in deinem Inneren schon bist. Ein göttliches Wesen, das sich seinen schöpferischen Kräften bewusst ist und sich ein Leben in Glück, Harmonie und Fülle kreiert.

Wenn du dazu Hilfe oder Begleitung benötigst, stehe ich gerne zur Verfügung.

Einen schönen Samstag!
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Falsche Menschen gibt es nicht

Ich bin ja bekennender Facebooker. Vor einigen Tagen, als ich Facebook aufmachte, sprang mir ein Spruch ins Auge, der mich beschäftigt hat:

„Ich habe mich von bestimmten Menschen entfernt, nicht weil ich was Besseres bin, sondern aus einem einfachen Grund… ich habe gesehen wie „FALSCH“ sie sind.“

Puh, da hat’s mich gleich mal erst geschüttelt! Kein Mensch auf diesem Planeten ist „falsch“. Jeder hat seine Daseinsberechtigung.

Was sind eigentlich „falsche Menschen“?

Was wir als „falsch“ bezeichnen sind Charakterzüge oder Ansichten anderer, die nicht zu den unseren passen. Oder wir empfinden es als falsch, wenn jemand unsere Erwartungen nicht erfüllt. Aber: es sind UNSERE Erwartungen. Im Umkehrschluss hieße das auch, wir sind auch falsch für denjenigen, den wir für falsch halten. Ein grausiger Gedanke, oder?

Bei diesen „falschen“ Menschen prallen zwei Welten aufeinander, die nicht konform miteinander gehen. Und das hat nichts mit richtig oder falsch zu tun. Das beobachten wir auch gerade in der Welt und in der Politik, aber das ist eine andere Geschichte…

Auch diese Menschen gehören in unser Leben. Oftmals sind gerade diejenigen Menschen es, die uns unsere eigenen nicht geheilten Wunden aufzeigen. Quasi unsere „Arschengel“. Oder wie Physiotherapeuten unserer Seele. Denn sie drücken unsere Triggerpunkte (die kennen wir ja z.B. aus der Physiotherapie) und zwar so lange, bis es nicht mehr weh tut. Kurz gesagt: solange wir emotional verwickelt sind, wir Wut, Zorn, Hass oder sonstige Gefühle empfinden, sind wir mit diesen Menschen verbunden.

Kontakt abbrechen ist kontraproduktiv

Es bringt nichts, den Kontakt zu diesen Menschen abzubrechen oder nichts mehr mit ihnen zu tun haben zu wollen – sie kommen wieder, nur in anderer Person. Du hast bestimmt in deinem Freundes- und Bekanntenkreis Leute, die immer wieder den gleichen Typ Partner anziehen, nur in anderer Person. Da denkt man sich: Warum hat er sich von der vorherigen Partnerin getrennt, wenn er sich jetzt wieder „die gleiche“ gesucht hat?

Manchmal erleben wir auch Situationen in unserer kleinen Welt komplett anders, als unsere Mitmenschen, obwohl sie in diesen Situationen zu den Hauptakteuren gehören. Hierzu fällt mir eine Geschichte aus meinem Leben ein, mit der mich diese Woche meine Mutter mal wieder konfrontiert hat:

Aus meinem Leben:

Wir beide, meine Mutter und ich, hatten ganz entsetzliche Zeiten miteinander. Ich wollte zwischenzeitlich sogar den Kontakt ganz abbrechen (inzwischen geht’s Gott sei Dank wieder). In einer dieser entsetzlichen Zeiten, im Alter von 23 Jahren, hielt ich’s zu Hause nicht mehr aus und hab mir eine Wohnung gesucht. Der Umzug war für einen Feiertag geplant, ich glaube Maifeiertag oder so… Wie auch immer, meine Mutter war damals in der Gastronomie tätig und musste an diesem Tag arbeiten. Sie war der Ansicht, ich solle doch den Umzugstermin deshalb verlegen, weil ja „keiner da sei zum Helfen“ – was zwar so nicht stimmte, aber nun gut. Es war mir aber egal dass SIE nicht da war und ich bin trotzdem umgezogen. Das Ende vom Lied: trotz wochenlanger Vorbereitung, Kistenpacken und Umzugskartons überall ist meine Mutter seit nunmehr 12 Jahren der Ansicht, ich sei quasi „über Nacht“ ausgezogen. Das hat sie mir bis heute nicht verziehen, dass ich es durchgezogen habe. Gleiche Situation aber zwei vollkommen unterschiedliche Wahrnehmungen.

Um bei meiner Geschichte zu bleiben: Ich war damals, als ich auszog, schon kurze Zeit mit meinem heutigen Ex-Mann zusammen. Und was soll ich sagen: ich hatte in unserer Beziehung 1000 Mal das Gefühl, ich bin mit meiner Mutter zusammen / verheiratet. Mein „Davonlaufen“ von damals hatte sich gerächt. Ich hab’s nochmal aufs Butterbrot bekommen. Meine Mutter kam verwandelt als Partner in mein Leben zurück…

Der Weg aus dem Schlamassel war dann, hinzuschauen. Mir meine Wunden anzuschauen. Zu schauen, wo diese Verletzungen herkamen. Aber auch zu verändern, was mich (immer noch) belastete.

Wegschauen als Vermeidungsstrategie

Ich war bis zur Scheidung 10 Jahre mit meinem Ex-Mann zusammen. Die ersten 4 Jahre hab ich erfolgreich weggeschaut. Damals war ich auch der Meinung, meine Mutter sei „falsch“. Und meine Mutter denkt das heute noch teilweise von mir, was unsere Beziehung immer wieder vor eine Herausforderung stellt. Aber das ist ihre Welt und ihre Wahrnehmung und die kann ich inzwischen ganz gut bei ihr lassen.

Ich wollte mich die ersten Jahre nach meinem Auszug aus dem Elternhaus einfach nicht mit mir selber konfrontieren. Das ging dann so weit, dass ich „sterbenskrank“ wurde. Meine Seele schrie und ich hörte ihr nicht zu. Nach tausenden Untersuchungen und der weisen Erkenntnis, dass ich mich nur alleine aus meinem „Krankheitssumpf“ rausholen kann, hab ich mich dann in Begleitung eines wundervollen Therapeuten meinen seelischen Wunden, meinen Schatten und meinen Dämonen gestellt. Das war ein langer Prozess, der auch heute noch nicht zu Ende ist. Allerdings mit dem Unterschied: heute macht es mir echt Spaß zu hinterfragen, was mir meine „Arschengel“ denn so aufzeigen wollen. Denn dahinter liegt so viel Potential. Und ja, es tut weh, es kostet viel Kraft und es fließen immer wieder Sturzbäche an Tränen. Aber das was am Ende herauskommt, dafür lohnen sich sämtliche Strapazen.

Und by the way: je mehr ich ich selbst wurde, umso weniger war die Hilfe meines Ex-Mannes als Arschengel noch gebraucht und umso klarer war der Entschluss, nun wieder getrennte Wege zu gehen. Einfach deshalb, weil es kein „Davonlaufen mehr war“.

Und die Moral von der Geschicht: Falsche Menschen gibt es nicht.

Hast du vielleicht schon mal Ähnliches in deinem Leben erlebt? Dann teile es gerne mit mir.

Deine Katharina

Selbstbestimmt frei – werde der du bist.

 

Über Alter und Erfahrung

Ich bin jetzt 35 Jahre alt, seh aber „wesentlich“ jünger aus. Meist werde ich so auf 27 Jahre geschätzt. Das schmeichelt mir natürlich sehr und es macht auch Spaß, die verdutzten Gesichter zu beobachten, wenn ich mein Alter verrate.

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Immerhin ist es ja auch ein Zeichen dafür, dass das, was ich für mich, meine Seele, meinen Geist und meinen Körper mache, funktioniert.

Allerdings: in anderer Hinsicht bremst mich diese „Jugendlichkeit“ auch aus. An dieser Stelle halte ich mir gerade selber den Spiegel vor. Folgendes ist mir vor ein paar Tagen passiert – und das nicht zum ersten Mal: Ich bin auf der Facebook-Seite eines mir nicht näher bekannten Berater-Kollegen gelandet. Vom Erscheinungsbild her mag er vielleicht so Mitte / Ende 20 gewesen sein. Er hatte ein Video über seine Arbeit gemacht und ich dachte mir nur: „Was weiß denn dieses Kerlchen schon vom Leben…“

Autsch!!!! Mit diesem Gedanken habe ich mir selbst eine verpasst! Denn im Umkehrschluss hieße das ja: was weiß ich, die ich ja auch wie Mitte / Ende 20 ausseh, schon…???

Mein Ex-Mann hat vor ungefähr 5 Jahren, als ich meine Praxis eröffnet habe, zu mir das gleiche gesagt. Er sagte: „Zu dir würde ich nicht gehen. Du bist doch viel zu jung. Wie willst du den Leuten was vom Leben erzählen oder beibringen?“ Wummmm! Das hat damals auch ordentlich gesessen. Und jetzt beobachte ich mich selbst bei diesem Gedanken.

Aber hier darf ich umdenken und auch der neue Gedanke existiert schon lange in mir: Es kommt ja nicht darauf an, wie alt man ist, sondern was einem das Leben schon so alles an Herausforderungen mitgegeben hat.

Seit meiner Geburt war ich immer kränklich. Mit 12 Jahren meinte die Vertretung meines damaligen Arztes entsetzt: „Kind, du hast ja eine Krankenakte wie eine 70jährige!“
Ich hab mich vor nunmehr 10 Jahren auf einen alternativen Weg begeben, mich selbst im ganzheitlichen Sinn (Körper, Geist und Seele) erkundet und tue es nach wie vor. Das begann zu einem Zeitpunkt, als gesundheitlich rein gar nichts mehr ging. Da hieß es: friss oder stirb.
Ist das weniger wert, als wenn – sagen wir mal – eine Frau mit 50, die immer wohl behütet und ohne größere Herausforderungen gelebt hat, deren Kinder jetzt aus dem Haus sind, sich gerade neu entdeckt? Nein, ich denke, das ist es nicht. Es ist nur anders.

Ich weiß nicht wie es ist Kinder zu haben, denn ich hab keine. Dafür weiß ich wie es ist, keine zu haben aber den (unerfüllten) Wunsch danach. Ich weiß auch nicht, wie es ist, 25 Jahre lang verheiratet zu sein und was das bedeutet. Ich hab es nur 4 Jahre geschafft. Dafür weiß ich, welch einen Weg man zurücklegt, bis man sich trennt, sich scheiden lässt und sein Leben komplett von vorne beginnt inkl. Umzug, neuer Arbeitsstelle und enormen Existenzängsten. Und aufgrund meines 35jährigen Gesundheitsweges weiß ich auch, wie es ist immer krank zu sein und auf alle möglichen Dinge und alltäglichen Begebenheiten achten zu müssen. Ich weiß aber inzwischen auch, dass man mit Willen und Geduld da (meist) wieder raus kommt und ein gesundes und erfülltes Leben leben kann.

Wenn ich mir das alles so ansehe, ist es doch ganz schön vermessen von mir, dem jungen Kollegen zu unterstellen, er wisse nicht wovon er spricht, nicht wahr? Bevor ich urteile, sollte ich mich erst einmal mit der Person dahinter beschäftigen. Der Herr Kollege hat ja sicher berechtigte Gründe, warum er das tut was er tut und warum er darin ein Experte zu sein scheint.

Letztendlich ist es doch so, dass man nicht in jedem Bereich Experte sein kann, aber in den Bereichen, die das Leben für einen vorgesehen hat, schon.

Natürlich gibt es überall schwarze Schafe und Schwätzer, auch im Bereich der Gesundheit und der Lebensberatung. Aber ich nehme mir für die Zukunft vor, meine Kollegen, die ich um Hilfe bitte, näher anzuschauen bevor ich sie gleich unwiederbringlich in die nächste Schublade stecke. Und ich möchte dich ermuntern, dies ebenfalls zu tun. Schau hinter die Kulissen, vielleicht entdeckst du dort einen wahren Schatz.

In diesem Zusammenhang fällt mir auch eine Geschichte von Pablo Picasso ein, vielleicht kennst du sie:

Es war einmal eine Frau, die auf der Straße sah, wie ein Maler eine Skizze von einem Café machte. Sie fragte ihn, ob er denn auch ein Porträt von ihr malen könnte. Picasso, denn er war der Maler, war so nett und malte ein Bild von der Frau, was ziemlich schnell ging. Nachdem er fertig war, fragte die Frau, was sie ihm dafür bezahlen soll. Picasso antwortete, dass es 5000 Francs kostet. Die Frau erschrak und entgegnete ihm, dass er doch nur 3 Minuten gebraucht habe, um sie zu zeichnen.

Darauf antwortete Picasso: „Ich habe mein ganzes Leben dafür gebraucht, um diese Skizze so machen zu können.“

In diesem Sinne: Schau hinter die Kulissen!

Herzlichst
Katharina

Selbstbestimmt frei – werde der du bist