Archiv für den Monat: Januar 2017

Books, old, stacked.

12. Raunacht

Es ist beinahe vollbracht. Die 12 Raunacht ist da. Die Nacht vom 04. auf den 05.01.2016 steht für den kommenden Dezember.

Alles hat ein Ende

Es ist die letzte Raunacht und wenn etwas zu Ende geht, werden wir oft still. Es gibt nichts mehr zu tun. Es ist wie es ist, auch wenn sich vielleicht etwas Traurigkeit einstellt. Dennoch darf man auch die guten Dinge, die gewesen sind, nicht aus den Augen verlieren und darf nochmal Dankbarkeit üben. All das, was sich in uns angesammelt hat, darf nun in uns reifen und sich in Weisheit verwandeln. Und genau dies ist das Thema der letzten Raunacht: die Weisheit.

Thema Weisheit

Heute kannst du dich fragen, was für dich Weisheit bedeutet. Was möchtest du gerne für ein Mensch sein? Wärst du gerne weiser? Welche Menschen empfindest du als Weise? Was sollen andere Menschen über dich später einmal sagen können?

Bereinige die vergangenen Raunachts-Erfahrungen

Nimm dir heute auch die Zeit, alle 12 Raunächte noch einmal Revue passieren zu lassen. Welche Erkenntnisse haben sich dir gezeigt? Was ist nicht so gut gewesen?

Du hast in dieser letzten Raunacht nochmal die Möglichkeit, dein Glück fürs nächste Jahr mitzubestimmen. Schreibe dir nochmal alles auf, was nicht so gut war, was dich belastet hat, und übergib den Zettel dem Feuer.

Deine Wunschzettel

Von deinen 13 Wunschzettel sollten nun noch 2 Stück übrig sein. Auch hier wählst du nochmal einen Zettel aus, den du dem Feuer übergibst.

Du kannst nun, oder morgen am Dreikönigstag, den letzten Zettel, der übrig geblieben ist, öffnen und nachsehen, welcher Wunsch übrig geblieben ist. Um diesen Wunsch darfst du dich in den nächsten 12 Monaten selbst kümmern. Die anderen 12 Wünsche, die du in den Raunächten verbrannt hast, sind dem Universum übergeben. Um diese Wünsche wird sich andernorts gekümmert.

Eine wundervolle letzte Raunacht wünsche ich dir.

 

 

Beautiful colorful landscape transforms to desert with no color.

11. Raunacht

Die 11. Raunacht, die Nacht vom 03. auf den 04. Januar, ist dem November zugeordnet. Im November haben wir viel mit dem Thema Tod zu tun, der Monat beginnt mit dem kirchlichen Feiertag Allerheiligen und tags drauf wird der Allerseelentag zelebriert. Wir sind aufgefordert, uns mit dem Tod zu beschäftigen. Leben und Tod sind untrennbar verbunden. Uns wird klar, dass unser Dasein auf der Erde zeitlich begrenzt ist.

Leben und Tod

Beschäftige dich heute mal mit Fragen zum Thema Leben und Tod. Warum bist du hier? Was ist dein Lebensziel, deine Lebensaufgabe? Hat deinen Leben einen Lebenssinn?

Was ist in deinem Leben endgültig vorbei? Gibt es abgestorbene Anteile in dir? Was hast du bereits losgelassen, was möchtest du aktuell loslassen? Wofür setzt du deine Lebensenergie ein? Was ist dir für dein Leben wichtig?

Die Beschäftigung mit Leben und Tod kann uns helfen, uns neu zu fokussieren, unser Leben neu zu strukturieren und zu ordnen.

Ernte des Lebens

Wir sind im November bereits im Herbst angelangt. Die Ernte des letzten Jahres ist eingefahren. Im Blick auf das Vergangene sehen wir auch, was uns das Leben bereits Positives beschert hat. So ist es an der Zeit, inne zu halten und dankbar zu werden. Wofür bist du dankbar in deinem Leben? Kannst du auch für die kleinen Dinge im Leben dankbar sein? Für welche Qualitäten bist du dankbar, die dir deine Eltern mitgegeben haben? Wofür dankst du deinen Ahnen? Was hast du von Ihnen mitbekommen, um deinen Lebensweg zu gehen?

Der Tag der Borbeth-Barbara

Wie die beiden Raunachtstage zuvor, ist auch die kommende Raunacht einer der drei Bethen, der „drei heiligen Madln“, gewidmet, nämlich Borbeth-Barbara. Sie steht für das Zerschneiden des Lebensfadens und alter Verbindungen. Sie repräsentiert den Schoß der Erdmutter, in dem die Kelten den vorübergehenden Aufenthaltsort der verstorbenen Seelen vermuteten, bis sie wiedergeboren wurden. Borbeth-Barbara garantiert uns, dass der Tod nur ein vorübergehender Zustand ist.

Vergiss auch in der kommenden Raunacht nicht, dein Zettelchen zu verbrennen.

Eine einsichtsreiche 11. Raunacht wünsche ich dir.

 

 

getreidefeld bio

10. Raunacht

Die 10 Raunacht, die Nacht vom 02. auf den 03. Januar, entspricht dem Oktober. Wir sind im letzten Quartal der Raunächte angelangt und mit dem Oktober beginnt das letzte Quartal im Jahr.

Die Raunacht für den Oktober

Im Oktober bereitet man sich bereits langsam auf den Winter vor. Die Ernte ist weitestgehend eingefahren, sie wird geprüft und es wird die Saat fürs kommende Jahr beiseite gelegt. Ebenso sind wir in dieser Raunacht eingeladen, zu resümieren und die Früchte erkennen, die wir bereits geerntet haben oder welche Samen wir bereits gesetzt haben.

Fragen für heute

Du kannst dich also heute mit folgenden Fragen beschäftigen:

  • Was hast du schon alles in deinem Leben erreicht?
  • Was würdest du gerne erreichen? Hast du die Samen dafür bereits gesetzt? Pflegst du sie ausreichend, damit sie auch gedeihen können?
  • Was sind deine Talente, Stärken und Fähigkeiten?
  • Wofür verwendest du deine Lebensenergie? Setzt du deine Samen auf fruchtbaren Boden?
  • Was hast du in deinem Leben schon alles erlebt oder durchgestanden? Erkennst du darin das Geschenk des Lebens? Hat es dich bereits stärker und bewusster gemacht?

Jetzt hast du die Möglichkeit, deine Vorstellungen von deinem Leben im kommenden Jahr zu verändern und zu verbessern. Überlege dir, was du verändern möchtest und was so bleiben soll, wie es ist. Lege die Samen bereit für diese Veränderung.

Tag der Ambeth-Margarethe

Auch der 3. Januar ist einem der „drei heiligen Madel“ geweiht, nämlich Margarethe. Ambeth-Margarete nimmt den Lebensfaden auf, der von Wilbeth-Katharina gesponnen wurde, und webt draus den Stoff des Lebens. Ambeth hat unter anderem die Attribute einer Schüssel oder eines Kelches, was den Kessel der Fülle darstellt. Aus diesem Kessel schöpft sie unermüdlich neue Kraft und neues Leben. Vor langer Zeit gab es den mythenumwobenen Kessel der Göttin, in dem die Toten ihrer Wiedergeburt entgegen „kochen“. In Bayern ist dies in veränderter Form (heute noch) als „Abrahams Wurstkessel“ bekannt.

Die Fülle fürs neue Jahr

Auch dieser Kessel der Fülle passt zum heutigen Thema und zum Oktober. Wenn wir unseren Weg gehen, die Fülle erkennen und annehmen, so können wir aus einer unermesslichen Quelle schöpfen. Wir haben alle Möglichkeiten der Welt zur Verfügung und können uns frei entscheiden, wo die Reise für uns hingeht.

Eine er- und gefüllte 10. Raunacht wünsche ich dir.

Spinnennetz im Morgenlicht

9. Raunacht

In der 9. Raunacht, der Nacht vom 01. auf den 02. Januar, verbinden wir uns mit der Energie des kommenden September.

Am 02. Januar beginnt für viele wieder der Arbeitsalltag. Dennoch sind wir noch mitten in den Raunächten. Vielleicht ist es dir in dieser Übergangzeit noch wichtig, inne zu halten und in die Stille zu gehen, trotz des Trubels, der sich im Außen jetzt wieder einstellt. Innezuhalten und still zu werden, zu schauen was war und zu fühlen was kommt, das ist die Qualität des September. Wir ziehen uns langsam zurück von den vielen Aktivitäten des Sommers, werden wieder ruhiger und spüren, dass sich die Zeiten wieder ändern. Wir nehmen bewusst den Übergang war und verlassen uns wieder mehr auf unser Gefühl. Das Thema für den September ist deshalb die Intuition.

Wer bin ich?

Beschäftige dich in der kommenden Raunacht mit folgenden Fragen: Wer bin ich gerade? Wer möchte ich sein? Höre ich meiner inneren Stimme zu? Nehme ich sie wahr? Wie oft und wie intensiv verbinde ich mich mit meiner Intuition, meiner inneren Stimme? Wie nehme ich sie wahr? Traue ich mich, auf mein Bauchgefühl zu hören? Was würde mehr helfen, was sollte ich ändern, um mehr nach innen zu gehen?

Tag der Wilbeth-Katharina

Der 02. Januar ist außerdem der Tag der heiligen Katharina, meiner Namens-Heiligen. Sie kommt als Wilbeth aus einer Zeit, in der die Urmutter, die große Göttin, noch einen heiligen Platz im Mysterium des Lebens und im Glauben der Menschen hatte. Wilbeth-Katharina wurde zu einer späteren Zeit zu einem der heiligen drei Könige und steht deshalb in Verbindung mit dem Dreikönigstag. Am 06. Januar kommen die Sternsinger, segnen unsere Häuser und malen ihre Initialen K+M+B an die Türen. Dies sind aber nicht nur die Initialen der heiligen drei Könige, sondern gehen unter anderem zurück auf die „drei heiligen Madl“: Katharina, Margarethe und Barbara. Diese drei „heiligen Madl“ sind Repräsentantinnen der Urmutter, der Percht oder Frau Holle. Sie drücken jede für sich verschiedene Aspekte der Urmutter aus und waren mit verschiedenen Attributen ausgestattet.

Das Rad des Lebens

Wilbeth-Katharina steht mit ihrem Attribut, dem Rad, für das Rad des Lebens. Sie teilt das Schicksal zu, spinnt mit ihrem Rad den Lebensfaden. Wilbeth verkörpert das Licht und die Weisheit. Ihre Farbe ist weiß und Katharina heißt aus dem Griechischen übersetzt auch „die Reine“. Sie verkörpert das Wissen, die Weisheit und das Schicksal, das sie in den Lebensfaden mit einspinnt. Sie ist das Licht, das die Dunkelheit vertreibt. Wilbeth-Katharina achtet darauf, dass zur rechten Zeit gesponnen und zur rechten Zeit auch wieder die Arbeit niedergelegt wird.

Wilbeth-Katharina ist uns in dieser Raunachts-Zeit eine wichtige Begleiterin. Wir haben die Möglichkeit, den Lebensfaden für das kommende Jahr mit ihr gemeinsam zu spinnen. Es ist an der Zeit, sich in die ruhe zu begeben, sich auf die eigene Mitte zu besinnen und sich neu auszurichten. Verbinde dich mit dem goldenen Kern in dir und verbinde dich mit der Kraft von Wilbeth-Katharina.

Zum Schluss möchte ich dich noch an deine 13 Zettelchen erinnern, von denen auch heute wieder eines der Kraft des Feuers übergeben wird.

Eine magisch-wundervolle 9. Raunacht wünsche ich dir.